Mein Bücherstapel hat jetzt einen schönen Namen: Tsundoku

tsundoku (n.)

Compound of 積む (tsumu, “to pile up”) + 読 (doku, “to read, reading”, on’yomi)

The constant act of buying books, but never reading them.

Nicht im Bild: Rezensionsexemplare, denn die haben ihren eigenen Stapel.

Nicht im Bild: Rezensionsexemplare, denn die haben ihren eigenen Stapel.

Wenn man diesen Begriff bei Instagram nachschlägt, bekommt man 2.982 Beiträge und weiß mit einem Seufzer der Erleichterung, dass man damit nicht allein ist: Das Anhäufen von Büchern ist gemeint. Bei manchen stapeln sie sich in der kompletten Wohnung auf durchaus dekorativen Haufen oder liegen in einer Querreihe über den anderen Büchern im Regal.

Ich weiß, dass mein SuB im Gegensatz zu dem anderer Leute wahrscheinlich extrem niedlich ist, aber mein Problem ist, dass er mich blockiert. Wenn ich zu viele ungelesene Bücher habe, dann starren sie mich aus dem Regal an und ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll und hebe irgendwann verzweifelt die Hände und lese am Ende gar nichts mehr. Auch die digitalen Exemplare auf dem Kindle sind viel zu viele.. Den Tipp doch einfach noch ein neues Regal zu kaufen, kann ich leider auch nicht annehmen, da unsere Regale nicht mehr in der Farbe verfügbar sind und ich nur via eBay Kleinanzeigen überhaupt eine Chance hätte und dann wohl auch noch das komplette Wohnzimmer umräumen müsste.

Meine Bücherstapel mögen nicht so umfangreich sein, wie sie es bei Mara sind (Ich liebe deine Bücherstapel-Fotos!), allerdings stapeln sich mittlerweile auf dem untersten Regal einige Bücher unter denen sich auch Rezensionsexemplar befinden. Auch auf meinem Kindle sind noch so einige ungelesene Bücher, u.a. der aktuelle Band über Lieutenant Eve Dallas – meine guilty pleasure des Literaturbereichs. Manchmal braucht man halt einen dark handsome irish guy

Ich möchte auch gar nicht so genau nachzählen welchen Umfang der SuB (Stapel ungelesene Bücher) gerade hat, weil ich auch ein bisschen den Überblick verloren habe und manchmal im Regal noch Sachen entdecke, bei denen ich schon gar nicht mehr wusste, dass ich sie habe. Dazu gehört auch ein Band mit Briefen von Mark Twain, die ich mal zur Herbstlese von Dieter Mann vorgelesen bekam und wer mich kennt, weiß, dass Dieter Mann meine liebste Lesestimme ist. Diesen Buchregalfundstücken stehen die Stapel gegenüber, die ganz bewusst entstanden sind: der Großteil meiner letzten reBuy Bestellung, der noch gelesen werden will. Da ist auch die Reihe rund um Chef de police Bruno dabei und auf die wartet dann im Anschluss mein Papa, wenn ich damit durch bin.

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Die Ausnahme im April: Joachim Meyerhoff – Alle Toten fliegen hoch. Amerika.

Ich steige also voll mit ein und gelobe hiermit feierlich:

1.  Drei Monate (April-Juni) keine neuen Bücher zu kaufen.

und

2. Aus eigenem Antrieb keine Rezensionsexemplare anzufordern.

Eine notwendige Ausnahme gibt es: 1 Taschenbuch pro Monat ist erlaubt, da ich ja bei #jdtb16 mitmache. Für April habe ich das gestern schon erledigt und für den Lesekreis der ARD Buffet Lesegruppe (das klingt alles sehr sperrig..)  das Buch „Alle Toten fliegen hoch“ von Joachim Meyerhoff besorgt.

Eine kleine Liste gibt es zum Schluss trotzdem, weil das gerade bei der ungeordneten Ecke im Bücherregal und dem Stapel mit den Rezensionsexemplaren recht einfach ist.. ich werde immer mal berichten, wie es gerade so läuft und diese Liste auch aktualisieren:

  • Helen Macdonald – H wie Habicht
  • Carolin Wahl – Die Traumknüpfer
  • Andreas Izquiredo – Romeo & Romy *
  • Karl Ove Knausgard – Leben
  • Bettin Belitz – Die Diamantkrieg-Saga
  • Susan Jane Gilman – Die Königin der Orchard Street *
  • Alice Munro – Tricks
  • John Boyne – Der Junge im gestreiften Pyjama
  • Anna Galvalda – Zusammen ist man weniger allein
  • Milan Kundera – Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
  • Martin Walker – Bruno, chef de police (Band 2-7)
  • Rafik Schami – Das Geheimnis des Kalligraphen
  • Rafik Schami – Die dunkle Seite der Liebe
  • Ildefonso Falcones – Die Kathedrale des Meeres
  • Alyson Richman – Der italienische Garten *
  • Franz-Olivier Giesbert – Ein Dikator zum Dessert *

Wie hoch ist euer SuB? Nur ein Stapel oder doch ein ganzes Zimmer? Habt ihr es schon mal mit einem solchen Buchkaufverbot versucht oder einen guten Mittelweg zwischen kaufen und lesen gefunden?

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1 Comment

  • Reply
    Nadine
    Apr 03 at 11:52

    Puh ja, das Problem kommt mir bekannt vor :) Ich dürfte hier ungefähr 50 Bücher haben, die ich noch nicht gelesen habe und ständig kommen neue dazu. Ich habe das mit dem Verbot auch schon versucht, aber es klappt einfach nicht! Deshalb habe ich mir vorgenommen immer abwechselnd ein neues und dann ein ein Buch vom SUB zu lesen. Ich hoffe, das klappt 😉

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