[Rezension] Die rote Königin – Victoria Aveyard

FullSizeRender „Die rote Königin“ (engl. Red Queen) ist der erste Teil der Trilogie „Die Farben des Blutes“ von Victoria Aveyard und ich habe es – als die deutsche Version von Netgalley vor kurzem ans Netz ging – als Rezensionsexemplar im eBook Format bekommen.

Angezogen wurde ich vor allem von einer Mischung aus Cover und Klappentext – das Cover ist einfach anziehend und der Klappentext mit seinem Setting hat mich auch angezogen. Potentiell bin ich ja immer für Dinge à la „Tribute von Panem“ oder auch „Throne of Glass“ zu haben.

Die Autorin ist Victoria Aveyard, die nach erfolgreichem Studium als Drehbuchautorin mittlerweile als freie Autorin arbeitet. „Die rote Königin“ ist ihr Debutroman und erschien 2015; die Fortsetzung ist im englischen Original auch schon erschienen. Für den deutschen zweiten Teil muss man sich noch bis Juli 2016 gedulden.

Zum Inhalt

Rot oder Silber – Mares Welt wird von der Farbe des Blutes bestimmt. Sie selbst gehört zu den niederen Roten, deren Aufgabe es ist, der Silber-Elite zu dienen. Denn die – und nur die – besitzt übernatürliche Kräfte. Doch als Mare bei ihrer Arbeit in der Sommerresidenz des Königs in Gefahr gerät, geschieht das Unfassbare: Sie, eine Rote, rettet sich mit Hilfe besonderer Fähigkeiten! Um Aufruhr zu vermeiden, wird sie als verschollen geglaubte Silber-Adlige ausgegeben und mit dem jüngsten Prinzen verlobt. Dabei ist es dessen Bruder, der Thronfolger, der Mares Gefühle durcheinander bringt. Doch von jetzt an gelten die Regeln des Hofes, Mare darf sich keine Fehler erlauben. Trotzdem nutzt sie ihre Position, um die aufkeimende Rote Rebellion zu unterstützen. Sie riskiert dabei ihr Leben – und ihr Herz …

Klappentext via Carlsen.de

Das Konzept ist also recht einfach und man findet schnell einen Einstieg in diese Welt – Mare steht dabei aufgrund ihres Blutes auf der Seite der Roten, wie auch ihre gesamte Familie, die diesem Schicksal ausgeliefert ist. Wir bewegen uns auch hauptsächlich in diesen zwei Gefilden: Mares Familie auf der roten Seite und die Königsfamilie auf der silbernen Seite, die besondere Kräfte besitzt und dadurch die Herrschaft hat. Viel mehr sage ich auch an dieser Stelle gar nicht zum Inhalt, denn dann müsste ich ein etwas komplexeres Feld von Charakteren aufmachen und es soll dem Leser selbst überlassen sein, die Charaktere dieses Buchs selbst kennenzulernen.

Die rote Königin – Meine Meinung

Wie bei einem Auftakt so üblich, führt uns „Die rote Königin“ vornehmlich in die Welt aus der Sicht von Mare ein; ihr Weg von der roten in die silberne Welt und die Scharlachrote Garde, die eine Sonderstellung als Rebellentruppe einnimmt.

Sehr gelungen finde ich, dass für Mare zunächst vor allem ihre Familie im Vordergrund steht, für die sie alles tun würde, auch wenn sie sich hilflos fühlt und eigentlich ihre kleine Schwester Gesa die Hoffnungsträgerin der Familie ist. Sie ist also nicht die typische Heldin, die in die Welt zieht, um diese zu verändern oder sie besser zu machen; es fällt ihr irgendwie zu und wir sehen dabei zu, wie sie sich in diese neue Situation einfindet. Der Schreibstil macht das ganze flüssig lesbar und ist daher wohl auch für Leser ab 14 Jahren empfohlen; einem erwachsenen Leser mögen manche Wendungen zu offensichtlich erscheinen, aber das ist nicht unbedingt problematisch.

Auch die Charaktere auf Seiten der Silbernen sind nicht zwingend unsympathisch, wenn man sie erst einmal kennenlernt und sich nicht von ihrem Herrschergehabe abschrecken lässt, wie es auch Mare nicht tut. Es kam bei mir durchaus vor, dass ich meine Sympathien neu verteilen musste, bei denen zunächst der ältere Königssohn herausstach, was sie aber recht fix auch auf Maven, den jüngeren Sohn, verschob. Den Kontrast dazu bildet Elena, die Königin, die eine recht typische böse Königin ist, die schon fast klischeehaft im Märchentypus daherkommt.

Die dystopischen Elemente erinnerten mich an „Die Tribute von Panem“ und „Throne of Glass“ und auch einige Charaktere sind für mich ähnlich, was aber – für jemanden, der diese Bücher vielleicht auch mag – kein Problem darstellt. Wo in Panem die unteren Distrikte für die oberene Distrikte arbeiten, sind es hier die Roten für die Silbernen. Katniss, Celaena und Mare können für mich in einer Reihe von Heldinnen stehen, denen zwar Männer zur Seite stehen, die aber nicht im Fokus stehen.

Fazit: Für jüngere Leser und Fans des Young Adult/Dystopie Genres gleichermaßen gut geeignet. Es gibt viele verschiedene Charaktere und es sollte für jeden etwas passendes dabei sein. Wie schon gesagt – wem die Welt von Panem gefällt, für den ist auch die Reihe „Die Farben des Blutes“ mit „Die rote Königin“ als Auftakt gut. Ich hoffe jedenfalls im Sommer auch die Fortsetzung auf Netgalley ergattern zu können 😉

Die wichtigsten Fakten

9783551583260Autor: Victoria Aveyard
Titel: Die rote Königin
Verlag: Carlsen
Übersetzt von: Birgit Schmitz
Seiten: 512
ISBN: 978-3-551-58326-0
Erscheinungsdatum: 2011
Preis: 19,99€ (Hardcover)
Zusammenfassung: Rot oder Silber – Mares Welt wird von der Farbe des Blutes bestimmt. Sie selbst gehört zu den niederen Roten, deren Aufgabe es ist, der Silber-Elite zu dienen. Denn die – und nur die – besitzt übernatürliche Kräfte. Doch als Mare bei ihrer Arbeit in der Sommerresidenz des Königs in Gefahr gerät, geschieht das Unfassbare: Sie, eine Rote, rettet sich mit Hilfe besonderer Fähigkeiten! Um Aufruhr zu vermeiden, wird sie als verschollen geglaubte Silber-Adlige ausgegeben und mit dem jüngsten Prinzen verlobt. Dabei ist es dessen Bruder, der Thronfolger, der Mares Gefühle durcheinander bringt. Doch von jetzt an gelten die Regeln des Hofes, Mare darf sich keine Fehler erlauben. Trotzdem nutzt sie ihre Position, um die aufkeimende Rote Rebellion zu unterstützen. Sie riskiert dabei ihr Leben – und ihr Herz …
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