[Monatsrückblick] Sommer, Sonne, Sonnenschein!

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Bild via pixabay

51. Marissa Meyer – Wie Sterne so golden [06.07.2016]
52. Marissa Meyer – Wie Schnee so weiß [08.07.2016]
53. Heinz Strunk – Der goldene Handschuh [09.07.2016]
54. Cecilia Ahern – Der Glasmurmelsammler [09.07.2016]
55. Candy Bukowski – Wir waren keine Helden [10.07.2016]
56. Elizabeth Gilbert – Eat Pray Love [13.07.2016]
57. Juli Zeh – Unterleuten [15.07.2016]
58. Martin Walker – Delikatessen (Bruno, chef de police #4) [25.07.2016]

Normalerweise lasse ich die Daten nicht an der Liste in den Monatsrückblicken, aber im Juli ändere ich das jetzt mal…wies0? Weil man sehr amüsant sieht, in welcher Zeit ich im Sommerurlaub war und einfach unfassbar viel Lesezeit hatte. Da ich den restlichen Nachmittag und Abend auch zur Lesezeit erklären werde, kommt evtl noch „Als der Himmel uns gehörte“ (Charlotte Roth) hinzu und dann hätte ich auch mein Taschenbuch für diesen Monat (wir wissen: #jdtb16)… ich werde berichten, denn es ist schließlich auch ein Buch aus dem ARD Lesekreis und bisher gefällt es mir so gut, dass es noch ein paar zusätzliche Worte hier bekommen sollte.

Man merkt auch, dass alles irgendwie ein wenig „durcheinander“ wirkt, aber da bei mir Urlaubszeit wirklich Lesezeit ist, ist meine Auswahl eher nach dem Prinzip „Hab ich grad Bock drauf!“ und das hat wieder einmal sehr gut funktioniert. Wenn man nämlich eh weiß, dass man im Schnitt ein Buch pro Tag auslesen wird, kann man das Buch gut nach Tageslaune festlegen. Wobei ich grad nicht sicher bin in welche Tageslaune „Der goldene Handschuh“ fällt, denn das ist doch ein sehr tiefer Blick in menschliche Abgründe. Allerdings muss ich sagen, dass mir ein solches Buch deutlich mehr zusagt als jegliche Thriller. Man weiß von Anfang an in welcher Richtung es sich bewegt und das finde ich gut, auch wenn es halt um menschliche Abgründe geht.

Favoriten dieses Monats waren „Wir waren keine Helden“ (Candy Bukowski), „Delikatessen“ (Martin Walker) und tatsächlich auch „Eat Pray Love“ (Elizabeth Gilbert) . Zuerst einmal „Wir waren keine Helden“, worüber ich wahrscheinlich noch ausführlicher schreiben werde und es wahrscheinlich auch nochmal lesen werde. Es ist einfach eine Lebensgeschichte, die so schnell erzählt ist, dass sie einen einfach nur mitreißen kann. Die eigenen Gedanken kommen beim Lesen kaum nach und dann stoppt man wieder, weil man über grandiose Zeilen stolpert. Ich bin zwar um einiges jünger als die Protagonistin Sugar, aber trotzdem mit der meisten Musik aufgewachsen, die auch im Buch eine Rolle spielt. Es katapultiert mich in mein eigenes Leben zurück, welches vielleicht nicht so „aufregend“ verlaufen ist, aber halt mein Leben ist.
„Delikatessen“ von Martin Walker ist der vierte Band in der Bruno-Reihe und für mich mittlerweile einfach zu Wohlfühlliteratur geworden. Man schlüpft leicht wieder in die Handlung rein und alle Personen sind wie alte Bekannte, die man nur mal kurz nicht gesehen hat und aber sofort wieder super mit ihnen klarkommt. Genau soetwas brauche ich auch im Urlaub.

„Eat Pray Love“ habe ich unwissend immer irgendwie als Kitschlektüre und leichte Unterhaltung im Hinterkopf gehabt – zu Unrecht, denn eine Lebensgeschichte sollte nicht nur auf solche Begriffe reduziert werden. Ich finde es faszinierend, auf welche Suche sich Liz begibt und wie alle drei großen Reiseziele ihr doch eine so große Hilfe sind, obwohl sie so viel verschiedenes verkörpern. Am liebsten möchte man alles gleichzeitig – in Neapel Pizza genießen, in Indien meditieren und auf Bali das Leben genießen. Für mich definitiv ein Buch mit positivem Nachklang und auch wieder ein Ansatz um mehr zu meditieren, da ich weiß, dass mir das gut tut.

Die restlichen Bücher waren auch keine Flops, aber diese drei stehen – aus den verschiedenen Gründen – für mich hervor. Sie sind genau das, was für mich diesen Lesesommer ausgemacht hat. Rasant und Tiefgründig, mit vielen sehr weisen Zitaten, wie „Wir waren keine Helden“, Wohlfühlen wie Bruno in „Delikatessen“ und mit einem Nachklang wie „Eat Pray Love“

Ausblick – Der literarische Spätsommer

Ich bin noch immer nicht wieder zurück in meinem normalen Lesealltag, denn das Lesen im Zug fällt mir schwer. Da ich aber festgestellt habe, dass ich dort auf dem Kindle das Lesen besser vertrage, werden es wohl wieder vermehrt eBooks werden. Das macht auch den täglichen Transport leichter. Ansonsten stehen u.a. „Blauschmuck“ (Katharina Winkler“), Teil 5 von Martin Walkers Bruno, das gestern erstandene „Und was hat das mit mir zu tun?“ und ein bisschen Rafik Schami auf dem Programm. Und im September geht es dann schon wieder in Richtung Herbstlese und auch die Lesung von Kai Meyer in der Lieblingsbuchhandlung steht auf dem Programm. Ich freu mich drauf!

Der Lesemonat in Bildern

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1 Comment

  • Reply
    Kati
    Aug 01 at 16:22

    Hallo Karo,
    ganz klar – Wir waren keine Helden wandert direkt auf meine Leseliste. Eat Pray Love habe ich nur den Film gesehen, nicht das Buch gelesen. Der war nicht kitschig, wenn auch leicht seicht – aber in jedem Fall schön anzusehen … und hey … wer träumt nicht davon sich mal eine Auszeit zu nehmen um wieder mehr zu sich selbst zu finden? Ich jedenfalls bin dem nicht abgeneigt :-)

    Liebe Grüße
    Kati

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