[Monatsrückblick] Gelesen, Neuzugänge, #jdtb16, Leipziger Buchmesse, #bmb16,

Es ist gut möglich, dass dieser Monatsrückblick etwas länger wird. Viel war los: Ich habe viel gelesen, viele neue Bücher gekauft/bekommen, ich war auf meiner ersten Buchmesse, habe mein erstes „Seminar“ als Bloggerin erlebt. Da will alles jetzt verbloggt werden. Also, lehnt euch zurück, trinkt ’nen Tee und legt euch ein paar Kekse bereit.

Lesemonat: Gelesen im März

Lars Mytting – Die Birken wissen’s noch [05.03.2016]
Anne Freytag – Mein bester letzter Sommer [07.03.2016]
Kai Meyer – Die Seiten der Welt. Blutbuch. [13.03.2016]
Victoria Aveyard – Die rote Königin [16.03.2016]
Thees Uhlmann – Sophia, der Tod und ich [25.03.2016] (Kurzfazit)
Isabel Bogdan – Der Pfau [25.03.2016] (Kurzfazit)
Ann Patchett – Aus Liebe zum Buch [26.03.2016]
Tom Hillenbrand – Der Kaffeedieb [28.03.2016]

Wie ihr seht, habe ich wie im letzten Monat auch schon die Sachen verlinkt, zu denen ich eine Rezension geschrieben habe. Insgesamt fällt es mir schwer im März ein Highlight raus zu picken, denn jedes Buch für sich war klasse. Lars Mytting („Die Birken wissen’s noch“) verpackt Geschichte in große Worte, Tom Hillenbrand („Der Kaffeedieb“) macht aus Geschichte eine Art Abenteuerroman gepaart mit Ocean’s Eleven. Anne Freytag rührt mit „Mein bester letzter Sommer“ zu Tränen, während der Tod mich in Thees Uhlmanns „Sophia, der Tod und ich“ sehr zum Lachen brachte. Victoria Aveyard schreibt mit „Die rote Königin“ ein Buch in der perfekten Mitte von Panem und Throne of Glass und Isabel Bogdan lässt in „Der Pfau“ eine Gruppe Banker in den schottischen Bergen auf einen verrückt gewordenen Pfau treffen. „Die Liebe zum Buch“ (Ann Patchett) ist genauso eine Liebeserklärung an Literatur und Bücher wie Kai Meyers dritter Band der Trilogie „Die Seiten der Welt“ – jedes auf seine Weise lesenswert. Ich kann also diesen Monat weder ein Highlight noch eine Enttäuschung benennen – der März war ein toller Lesemonat!

Insgesamt waren es also acht Bücher mit insgesamt 2.996 Seiten. Macht bei 31 Lesetagen im Schnitt 96 Seiten pro Tag. Nicht schlecht, oder? Das müssten so 1-1 1/2 Stunden Lesezeit pro Tag sein, was für mich Wohlfühlzeit ist.

Bildlich: Neuzugänge im März

Rezensionsexemplare:
Anne Freytag – Mein bester letzter Sommer
Carolin Wahl – Die Traumknüpfer
Susan Jane Gilman – Die Königin der Orchard Street
Victoria Aveyard – Die rote Königin (via Netgalley)

#jdtb16 im März

img_4339 Das Taschenbuch diesen Monats ist das einzige Taschenbuch, dass ich auf der Buchmesse kaufte und auch damit etwas besonderes. Zudem ist es von Kate Morton, deren Bücher für mich auch nach ihrer Lesung in Erfurt zu soetwas wie meiner persönlichen Pflichtlektüre werden werden.

Es war etwas schwer mich zu entscheiden, welches Buch ich von Kate Morton den nun als nächstes lesen möchte und dann stellte bei der Lesung jemand den Chef der Lieblingsbuchhandlung genau diese Frage und der meinte ganz klar „Der verborgene Garten“. Manchmal werden einem also Entscheidungen auch einfach abgenommen. Und wem sollte man trauen wenn nicht einem Buchhändler des Vertrauens?!

Leipziger Buchmesse und buchmesse:blogger sessions 16 #bmb16

Zu meinem ersten Samstag auf der Leipziger Buchmesse sage ich gar nicht viel, denn es war für mich einfach überwältigend. Die Menschenmassen, die Unmengen an Büchern, die Schlangen an manchen Signierschlangen. Zwei Bücher wollte ich auf jeden Fall signiert haben und hatte sie dafür extra mit nach Leipzig genommen: Kai Meyers „Seiten der Welt“ und „Die Traumknüpfer“ von Carolin Wahl. Beides hat geklappt und zusätzlich erstand ich dann noch „Die Diamantkrieger-Saga“ von Bettina Belitz, nachdem ich ihre Lesung in der Warteschlange für Kai Meyer gehört habe. Den restlichen Tag verbrachte ich damit mich durch die Hallen treiben zu lassen und die bunten Kostüme der Cosplayer zu bewundern.

Mein erster „Seminartag“ als Bloggerin begann am Sonntag damit, dass ich endlich Anne kennenlernte, die ich schon aus meinen Tagen im Gilmore Girls Forum kenne und da ich dieses Jahr 10 Jahre Abitur „feiere“, kennen wir uns schon länger als 10 Jahre, da ich auch schon vorher dort aktiv war. Da sie vor mir da war, hielt sie mir nen Platz mit guter Sicht frei 🙂

Der Tag begann mit der Eröffnung durch Felix Wegener und der wunderbar unflauschigen Rede mit dem Titel „Literaturblogs 2016 – raus aus der Flauschzone!“ von Karla Paul, die ihr hier auch noch nachlesen/nachhören könnt. Im Fokus des ganzen Tages stand also die Professionalisierung und daher entschied ich mich für die Sessions zu rechtlichen Fragen und zum Umgang mit Rezensionsexemplaren.

Während des gesamten Tages schwang immer wieder mal die Diskussion mit, wieso es gerade im Bereich der Literaturblogger nicht genauso selbstverständlich ist für Leistungen zu bezahlen, wie es das bei Beauty- oder auch Lifestyle- bzw. Fitnessblogs der Fall ist.

Kommt raus aus Eurer Nerdecke, werdet Vollprofis für die leidenschaftliche Hingabe zum Buch!

sagte Karla und gab mir den Anstoß mich auch ein bisschen mehr in das Thema „Professionalisierung“ einzulesen. SEO Optimierung mache ich dank Plugin schon eine Weile. Dazugekommen ist daher jetzt eine bessere Analyse von Nutzerdaten und ein Mediakit. Es sind zwar keine so beeindruckenden Zahlen wie andere Blogs sie aufbieten können, aber ein Anfang ist es allemal. Trotzdem bin ich immer noch irgendwie flauschig, aber ich glaube das liegt einfach in meinem Charakter 😉

Im Nebenraum hörte Anne währenddessen anderen Bloggern (u.a. Mara von Buzzaldrins Bücher) zu, die von ihren Blogkonzepten berichteten. Maras Beitrag könnt ihr auch hier nachlesen, was für mich extrem praktisch war.

In der Abschlussdiskussion mit Verlagsvertretern ging es dann erst recht hoch her. Wenn ihr den Hashtag #bmb16 auf Twitter nachlest, könnt ihr einiges davon erahnen. Problematisch ist, dass Bloggern die Objektivität abgesprochen wird, sobald sie finanzielle Gegenleistungen erhalten. Allerdings bekommen Journalisten auch Gehälter und denen spricht man nicht so schnell die Objektivität ab. Wieso muss es bei Literaturbloggern genauso laufen wie bei Beautybloggern, bei denen die Diskussion um Werbung und nicht gekennzeichnetes Sponsoring auch immer wieder hochkocht? Und trotzdem fließen dort immer weiter Gelder. Das ist wohl einfach ein Thema, über das immer und immer wieder gesprochen werden muss und sollte. Meine eigene Meinung? Klar macht mir das Bloggen Spaß und klar freue ich mich auch über Rezensionsexemplare, aber trotzdem verstehe ich die Diskrepanz nicht, die da aufgemacht wird: Es wurde mehrfach betont, welche besondere Rolle Literaturblogger spielen, aber es kam immer wieder ein „aber“ dran.

Woran ich selbst auch noch arbeiten muss, ist einfach Leute ansprechen und auf sie zugehen, aber ich bin halt schüchtern ^^ Insofern hoffe ich, dass ich es zur Buchmesse in Frankfurt schaffe und dort ein bisschen kommunikativer bin. Auch „netzwerken“ muss ja irgendwie gelernt sein.

Eine Linkliste zu Beiträgen zu #bmb16 und zum Thema Professionalisierung findet ihr hier.

Und nun zum Schluss:

Das Buchmesse-Wochenende in Bildern

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2 Comments

  • Reply
    Barbs
    Mrz 31 at 11:31

    Das war ein sehr schöner Bericht aus Leipzig 🙂 selber war ich noch nie dort, da Frankfurt für mich leichter zu erreichen ist. Ich hoffe sehr, das ich es dieses Jahr wieder schaffe bei der FBM zu sein.

  • Reply
    Kati@ZeitZuLesen
    Apr 10 at 17:35

    Wow, viele stolze Neuzugänge – und ein sehr interessanter Einblick in die Blogger Session auf der Buchmesse! Die Diskussionen daraus konnte man ja sehr gut auch auf Twitter nachverfolgen! So war es wenigstens ein bisschen, wie selbst dabei sein 😉
    Kate Morton habe ich nun schon von zu vielen gehört … langsam wird es Zeit es wirklich mal anzupacken!

    Liebe Grüße,
    Kati

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