Österlicher Lesemarathon: Mein Zwischenstand

Um sich mal wieder genussvoll mehrere Stunden mit dem Lesen zu beschäftigen, hat das Netzwerk Lovelybooks mal wieder zum Lesemarathon aufgerufen. Von Karfreitag bis Ostermontag, also 4 ganze Tage lang, haben wir also quasi die perfekte Ausrede, um die Fenster dreckig zu lassen und uns stundenlang auf der Couch einzufinden und hunderte von Seiten zu verschlingen.

Da bei mir heute ein Familientag auf dem Plan stand, habe ich den Karfreitag ganz bewusst zum lesen genutzt und gut was geschafft. Ursprünglich wollte ich „Die Traumknüpfer“ auslesen, entschied mich dann aber doch dagegen. Manchmal erfordert Fantasy mit vielen einzelnen Charakteren zu viel Aufmerksamkeit und mir war eher nach etwas locker flockigem. Die Wahl fiel also nacheinander auf drei Bücher aus dem Verlag Kiepenheuer&Witsch (Twitter | Facebook).

Ich habe euch nachfolgend einfach mal ganz kurz zusammengetippt wieso meine Wahl auf die Bücher fiel und gebe zum Schluss auch ein wirklich kurzes Fazit. Ich möchte keine komplette Rezension tippen, sondern einfach nur einen kleinen Einblick in das geben, was ich gerade lese bzw. gerade gelesen habe.

Thees Uhlmann - Sophia, der Tod und ich

Den Anfang machte „Sophia, der Tod und ich“ von Thees Uhlmann. Erst am Donnerstag spontan gekauft, weil ich auch schon eine Weile ein Ticket für die passende Lesung in der Lieblingsbuchhandlung habe.
Wer mir auf instagram folgt, weiß, dass es mir besonders der Tod angetan hat. Mit witzigen Sprüchen auf den Lippen ist er der Schwarm aller Schwiegermütter und wächst einem schon dann ans Herz, wenn er sich über Kleinigkeiten des alltäglichen Lebens freut, weil er die einfach so nicht kennt – er hat ja immer nur 3 Minuten für seinen Job.
Fazit: „Sophia, der Tod und ich“ ist ein charmanter Roman, der den ein oder anderen wohl auch zum Nachdenken bewegt. Die flapsige Art von Thees Uhlmann mag aber nicht für jeden etwas sein – ich musste jedenfalls mehrfach herzlich lachen.

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Buch Nummer 2 war „Der Pfau“ von Isabel Bogdan, welches ich auf der Buchmesse kauft, weil ich schon vorher viel gutes darüber gelesen habe.
Die Geschichte um eine Gruppe Banker und ihre Begleiter, die im winterlichen schottischen Nirgendwo ein Teambuilding-Wochenende absolvieren, eigentlich so gar nicht miteinander können, aber durch einen verrückt gewordenen Pfau doch irgendwie zusammenfinden; jeder weiß etwas anderes und bis zum Schluss niemand alles.
Fazit: Wer britischen Humor mag, für den ist „Der Pfau“ definitiv etwas und allein schon durch die Auflösung am Ende wird das Buch vollends rund. Sehr schön ist es auch mal ein Buch zu lesen, dass vollkommen ohne wörtliche Rede auskommt und trotzdem nicht sperrig ist.

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Das dritte Buch im Reigen („Der Kaffeedieb“ von Tom Hillenbrand) habe ich dann abends noch angefangen und vor dem Schlafen so hundert Seiten gelesen. Unschlagbare Kaufargumente nach den Oster-Buchtips von Karla waren die Stichworte: London, Kaffee und Geschichte. Und genau das ist es, was mich auch nach nur 100 Seiten schon begeistert; das Gefühl dieses Buches macht Geschichte lebendig und dabei fängt das wahre Abenteuer jetzt erst richtig an.
Ein Fazit gebe ich an dieser Stelle noch nicht ab, weil das einfach unmöglich ist, aber da schon allein durch die ersten 100 Seiten und die Inhaltsangabe mein Interesse hoch ist, sollte es mich nicht enttäuschen. Wer an den gleichen Stichworten interessiert ist wie ich, sollte im Buchladen seines Vertrauens einfach mal reinlesen oder sich gleich ganz überraschen lassen.

Ich habe also gestern so um die 650 Seiten gelesen und bin abends herrlich entspannt und ausgeruht ins Bett gegangen. Solche Lesetage sind manchmal einfach notwendig und ich danke Lovelybooks *hut zieh* für die großartige Idee dieses Osterwochenende zum Lesemarathon zu erklären. Und nun nehme ich mir wieder „Der Kaffeedieb“ zur Hand und werde nachher parallel zum Fußball schauen (ja, ich bin England-Fan, shame on me) wohl einfach weiterlesen. Was danach kommt, weiß ich noch nicht, aber mein SuB ist sehr groß und will besiegt werden.

Macht ihr auch beim Lesemarathon mit? Was habt ihr an den Feiertagen schon so gelesen?

Ich tauche jetzt wieder zwischen den Seiten ab und wünsch euch einen schönen entspannten Abend.

Alles Liebe,karo

2 Comments

  • Reply
    Tanja
    Mrz 27 at 19:23

    Ein Lesemarathon an einem verlängerten Wochenende ist an für sich eine tolle Idee – wenn ich nicht an mehreren Tagen den Osterhasen spielen müsste 😉 eigentlich müssten mir schon ein kuscheliges Fell und die dazugehörigen Schlappohren wachsen.

    Der Pfau und den Kaffeedieb habe ich mir aber schon vorgemerkt. Die klingen beide sehr interessant und ich hatte bis jetzt nichts davon gehört. Danke für diese Empfehlungen 🙂

    • Reply
      Karo
      Mrz 29 at 16:56

      Mich haben eher halbe Familientage noch vom Lesen abgehalten. Direkt 4 komplette Lesetage würden bei mir wahrscheinlich dazu führen, dass ich mit der Couch verwachse 😀
      Immer gern 🙂 „Der Kaffeedieb“ habe ich mittlerweile ja auch ausgelesen und es ist wirklich wie Oceans 11 mit Kaffee und Geschichte.

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