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[Wo ich lese] Die Erfurter Schlösserbrücke – (M)Ein Ruhepol inmitten von Menschen.

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Ich weiß, dass ich meine Ruhezonen brauche und das auch beim Lesen. Aber es gibt auch Phasen, in denen ich das Gewusel um mich herum suche und brauche. Gerade im Frühjahr und Sommer ist dies der Fall, denn ich unterbreche das Lesen auch mal, um die Leute zu beobachten und Dinge zu entdecken. Das ist dann – auch wenn es um mich herum nicht ruhig ist – doch ein Ruhepol, denn irgendwie kann solch ein Gewusel auch die eigenen Ruhe fördern.

Für solche Bedürfnisse habe ich in Erfurt einige Lieblingsorte, von denen ich euch heute einen zeigen möchte: Die Schlösserbrücke. Und wer schon mal in Erfurt war, wird sie auch kennen, denn man kann eigentlich nicht durch die Altstadt laufen ohne mindestens einmal hier vorbei zu kommen. Sie verbindet den Anger und den Fischmarkt und überquert einen Seitenarm der Gera. Ich selbst kenne diese Brücke auch aus meiner Kindheit sehr gut, denn direkt daneben steht der Bratwurststand, der für uns immer der liebste war 😉

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Heute bin ich vor allem dort, wenn ich einen Iced Caramel Macchiato möchte oder halt einfach gezielt auf der Brücke sitze, mir die Sonne ins Gesicht scheinen lasse und lese. Man hört das Wasser rauschen, die Enten schnattern und die Leute bei ihren Unterhaltungen. Ab und an steht auch ein Straßenmusiker dort oder die Kinder jubeln einfach nur beim Enten füttern – auch dies kenne ich aus der Kindheit noch gut. Die Neue Mühle kann auch besichtigt werden, das habe ich jedoch noch nie gemacht und sollte ich vielleicht mal nachholen..

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Erfurt trägt den Titel Blumenstadt und auch hier sieht man das eigentlich an verschiedenen Ecken. Es grünt und blüht und sogar im Fluss selbst stehen kleine Boote, die bepflanz sind. Ab und an sitzt auch hier eine Ente in der Sonne.

Vor einiger Zeit wurde die Brücke saniert und da konnte man beim Coffeeshop direkt über dem Wasser sitzen, was eine wunderbare Variante war auch in der Bauphase dort noch vorbeizuschauen und ein bisschen vermisse ich das auch. Es war einfach was besonderes neben einer solch alten Brücke zu sitzen und das Leben zu genießen.
IMG_5731Mittlerweile sitze ich am liebsten einfach auf der Mauer der Brücke. Schuhe aus, Füße hoch, Kaffee und Buch. So könnte es doch immer sein, oder?

Und wenn mir mein Buch dann mal zu viel werden sollte, habe ich immer noch die Möglichkeit einfach nur noch die Gedanken schweifen zu lassen, Menschen zu beobachten, zu twittern oder einfach auch mal gar nichts zu tun – Meditation quasi. Heute morgen war ich recht spontan spazieren und gegen 7 Uhr, wenn die Mehrheit noch schläft oder gerade aufsteht, ist diese Brücke auch einfach nur friedlich und schlummert auch noch ein wenig. Man sieht höchstens ein paar späte Partygänger oder die ersten Familienväter auf der Jagd nach frischen Brötchen. Oder mich, die seit 6 Uhr wach war und dann spazieren ging. Das Buch immer in der Tasche, falls ich mich irgendwo niederlassen möchte…

 

[Gemeinsam Lesen] „Die Interessanten“ von Meg Wolitzer

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Ins Leben gerufen von Asaviel’s Bücher-Allerlei, wird die Aktion Gemeinsam Lesen mittlerweile von Schlunzenbücher fortgeführt. Ich habe dank der lieben maaraavillosa davon erfahren, die schon eine Weile dabei ist.

121. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich habe gerade erst mit „Die Interessanten“ von Meg Wolitzer angefangen, welche mein Taschenbuch für diesen Monat ist und wieder in der altbekannten Facebook-Leserunde gelesen wird. Auch ich habe – wieder mal aufgrund des Covers – für das Buch gestimmt.

Aktuell bin ich auf Seite 173, also ungefähr bei 1/4. Mit viel Glück schaffe ich es noch diese Arbeitswoche das Buch auszulesen.

 

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

“Natürlich nicht.“

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ich mag es, dass mir der Lesekreis Bücher zeigt, die ich ansonsten wohl nicht gelesen hätte. So ist es auch mit „Die Interessanten“. Momentan wirkt es noch wie ein typischer Coming-of-Age-Roman und ich bin sehr gespannt wo er mich noch hinführt.

4. In welcher Sprache liest du am liebsten Bücher? Deutsch, Englisch oder in einer anderen?

Die meisten Sachen lese ich auf englisch und auf deutsch. Viel andere Sprachen habe ich leider nicht auf Leseniveau. Französisch ginge wohl noch, aber das ist mir einfach zu anstrengend, wenn es mit englisch und deutsch ja so gut funktioniert. Ich bin allerdings nicht jemand, der Bücher unbedingt nur auf englisch lesen will, wenn sie zuerst in dieser Sprache erschienen sind – Übersetzungen sind auch was feines, denn die deutsche Sprache bietet einfach sehr viel. Prinzipiell bin ich aber in beiden Sprachen eine sehr fixe Leserin, also macht es nicht den Unterschied, auch wenn es nach einem anstrengenden Tag einfacher ist in seiner Muttersprache zu lesen. Eine Ausnahme besitze ich jedoch: Harry Potter auf Niederländisch! Einfach um ein bisschen Sprachgefühl abseits von Duolingo zu gewinnen (ich muss echt wieder damit anfangen..)

Was lest ihr gerade so? Welche Sprachen beherrscht ihr auf Leseniveau?

Alles Liebe,
karo

[Monatsrückblick] Mein Lesemonat Mai – Gelesenes, #jdtb16, Buchkaufverzicht

Benedict Wells – Spinner
Eva Völler – Die magische Gondel (Zeitenzauber #1)
John Irving – Straße der Wunder
Milena Michiko Flasar – Ich nannte ihn Krawatte
Benedict Wells – Fast genial

Da ich wohl diesen Monat kein Buch mehr auslesen werde (ich lese parallel „Unterleuten“ von Juli Zeh und „Wie Blut so rot“ von Marissa Meyer und beide sind doch recht umfangreich) tippe ich euch heute schon mal meinen Monatsrückblick zusammen.

„Nur“ fünf Bücher waren es in diesem Monat und so richtig kann ich gar nicht erklären, wieso. Klar habe ich an „Straße der Wunder“ etwas länger gelesen, aber irgendwie habe ich auch viel Zeit mit privaten Dingen verbracht. Ab Juni lasse ich die Uni erstmal hinter mir und starte in einen Vollzeitjob – ich habe also auch die letzten Tage mit sehr freier Zeiteinteilung verbracht. Ein Luxusproblem also. Außerdem war sportlich etwas wichtiger. Meine Vorbereitung auf die Thüringer Landesmeisterschaften und die Deutschen Hochschulmeisterschaften. Ersteres liegt jetzt erfolgreich hinter mir und zweiteres folgt dann am nächsten Wochenende. Da ich künftig dann auch mehr pendeln werde, hoffe ich die Zugzeit in erfolgreiche Lesezeit umzuwandeln. Außerdem muss ich wohl wirklich wieder konsequenter einen Redaktionsplan führen, da mir das beim bloggen einfach hilft. Und am Wochenende weniger faul rumliegen ^^ Ich gelobe Besserung!

Was war sonst so los? Die Lesung mit Thees Uhlmann zum Beispiel und die Entdeckung, dass der literarische Herbst großartig wird. Benedict Wells, Kai Meyer und Markus Heitz werden diesen Herbst in Erfurt lesen und ich werde wohl alle drei Lesungen erleben. Die Vorfreude ist groß!

#jdtb16

Wie schon im vergangenen Monat wurde mein Taschenbuch wieder durch die Facebook-Leserunde entschieden und das war dann „Ich nannte ihn Krawatte“ von Milena Michiko Flasar. Auch ich hatte dafür gestimmt, da mich Cover und Kurzbeschreibung interessierten.

162_74656_154307_xxlAutor: Milena Michiko Flasar
Titel: Ich nannte ihn Krawatte
Seiten: 144
ISBN: 978-3-442-74656-9
Zusammenfassung: Wer in einem Lachen nichts anderes als ein Lachen hört, der ist taubIst es Zufall oder eine Entscheidung? Auf einer Parkbank begegnen sich zwei Menschen. Der eine alt, der andere jung, zwei aus dem Rahmen Gefallene. Jeder auf seine Weise, beide radikal, verweigern sie sich der Norm. Erst einem fremden Gegenüber erzählen sie nach und nach ihr Leben und setzen zögernd wieder einen Fuß auf die Erde. Milena Michiko Flašars Parkbank befindet sich in Japan und könnte doch ebenso gut anderswo in der westlichen Welt stehen. Dieser Roman stellt der Angst vor allem, was aus der Norm fällt, die Möglichkeit von Nähe entgegen – sowie die archaische Kraft der Verweigerung.
Link zum Buch

In der Gruppe habe ich mich nur kurz dazu geäußert und wirklich verändert hat sich diese Sicht auch noch nicht. Ich bin immer noch unschlüssig, ob ich es nicht einfach nochmals lesen sollte. Was sagt ihr? Geb ich „Ich nannte ihn Krawatte“ noch eine Chance?

 

 

 

Zwei Monate Buchkaufverzicht

Die Sache mit dem Buchkaufverzicht läuft – auch dank der Bibliotheksmitgliedschaft – einfach nur hervorragend. Selbst bei der Lesung in der Lieblingsbuchhandlung konnte ich beruhigt durch die Regale stöbern ohne den Drang zu verspüren einfach alles zu kaufen. Wenn es ein Buch in der Bibliothek noch nicht gibt, schreibe ich mittlerweile einfach Anschaffungsvorschläge und so wird demnächst wahrscheinlich auch „Abwesenheitsnotiz“ von Lisa Owens für mich verfügbar sein. Auf jeden Fall wächst die Wunschliste der auszuleihenden Bücher mittlerweile schneller als die „Muss ich kaufen“-Liste und das tut dem vollen Bücherregal, meinem Kopf und meinem Geldbeutel gleichermaßen gut!

Habt ihr noch Buchempfehlungen für meine kommenden Bibliotheksbesuche? 

…und zum Schluss: Der Büchermonat in Bildern!

[Lesung] Thees Uhlmann liest „Sophia, der Tod und ich“

Wie auch schon bei der Kate Morton Lesung im März, war die Buchhandlung Peterknecht wieder restlos ausverkauft und die besten Plätze schnell weg – diesmal war ich jedoch schneller da und bekam einen der gemütlichsten und buntesten Stühle. Mit einem Weinchen bewaffnet ging es los. Thees – auch mit Wein bewaffnet – klärte erstmal die wichtigsten Fakten: Wer teilt ihm die Zwischenergebnisse beim Fußball mit? Für den Posten fand sich natürlich schnell jemand. Als dann noch geklärt war, dass er tatsächlich das erste Mal an einem Stehpult lesen sollte, ging es los mit der Lesung…

Gelesen wurden insgesamt 4 größere Abschnitte: Kapitel 1, Kapitel 9, Kapitel 17 und Kapitel 32. Oder für diejenigen, die jetzt das Buch nicht vor sich liegen haben und blättern wollen: Die Startszene, in der der Tod and der Tür unseres Protagonisten klingelt, die Szene in der sich der Protagonist und seine (Ex)Freundin Sophia über deren Vater im Altersheim kennenlernen, die gemeinsame Zugreise unseres Protagonisten mit Sophia und dem Tod im Schlepptau und die letzte gemeinsame Nacht vom Protagonisten mit Sophia.

Zwischenstücke, die für den Verlauf der Handlung notwendig waren, erzählte er einfach selbst nach – immer mal wieder von einem Schluck (oder auch mehr) Wein, einer Anekdote oder dem aktuellen Fußballspielstand unterbrochen. So wundert es auch nicht, dass aus eigentlich geplanten 1 1/2 Stunden Lesung plötzlich 2 1/2 Stunden + Signierzeit wurden, was der Stimmung jedoch keinen Abbruch tat. Auch in der Signierschlange blieb es weitgehend friedlich, allerdings stand ich im ersten Drittel der Schlange und weiß nicht, wie es später wurde bzw. wie spät es wurde 😉

Bei den Anekdoten im Zwischenteil ging es sowohl um das Buch selbst (seine Entstehungsgeschichte) als auch Allgemeines aus dem Leben. Aufgrund dieser Anekdoten, die doch auch immer ein wenig an Gegebenheiten aus dem Buch erinnerten, musste mehrfach erwähnt werden, dass eventuelle Ähnlichkeiten zum Protagnisten reiner Zufall sind. Eine Geschichte, die er auch zum besten gab und die auch perfekt zum Fußball passte, war die wie er vom Kölner Express auf einem Foto mit den Toten Hosen fälschlicherweise nicht als Thees Uhlmann erkannt wurde, sondern kurzerhand zum englischen Eisverkäufer gemacht wurde. Das Bild findet sich auf auf Thees‘ Facebook Seite. Des weiteren erzählte er ein wenig vom unverhofften Erfolg des Buches, Gesprächen mit eingesessenen Feuilletonisten und der Beziehung zu seiner Mutter.

Am besten fasse ich den Abend zusammen, indem ich mal das zitiere, was ich schon im Kurzfazit zum Buch selbst schrieb, denn das, was für mich für den Roman zutrifft, passt auch zu Thees Uhlmann selbst recht gut.

„Sophia, der Tod und ich“ ist ein charmanter Roman, der den ein oder anderen wohl auch zum Nachdenken bewegt. Die flapsige Art von Thees Uhlmann mag aber nicht für jeden etwas sein – ich musste jedenfalls mehrfach herzlich lachen.

Auf jeden Fall liest Thees Uhlmann so, wie ich das Buch selbst in meinem Buch auch hatte – schnell und Ausdrucksstark und laut. Es ist einfach ein schneller Roman, mit einer flapsigen Art. Die Personen sind – für mich aber – nach wie vor sympathisch und der Tod sieht immer noch aus so wie in den Cartoons von Joscha Sauer und Ralph Ruthe, auch wenn ich weiß, dass er eigentlich eher Anzugträger ist und sich Morten de Sarg nennt. Vielleicht ist das aber auch einfach das humoristische Element, welches dieses Bild komplettiert.

Thees Uhlmann – Bildlich

Einige Bilder vom Abend habe ich auch noch für euch und andere gibt es noch auf der Facebookseite der Lieblingsbuchhandlung. Außerdem bin ich jetzt auch auf einem Foto vertreten, dass Thees vom Publikum machte und an Katrin Bauerfeind schickte..

Kurzinfos zu „Sophia, der Tod und ich“

5265710700001ZAutor: Thees Uhlmann
Titel: Sophia, der Tod und ich
ISBN: 978-3-462-04793-6
Zusammenfassung: Wie kaputt muss man sein, um bei jemandem an der Tür zu klingeln und zu behaupten, man sei der Tod? Was wie ein schlechter Scherz beginnt, ist der Auftakt zu einem hinreißenden, nicht enden wollenden Wortgefecht zwischen dem Tod und dem Erzähler, in dem es um Liebe, Freundschaft und Glauben, um den Lakritzgeschmack von Asphalt und das depressive Jobprofil des Todes geht. Gemeinsam machen sich die beiden auf den Weg zur Mutter und zu Johnny, dem kleinen Sohn des Erzählers, den er seit Ewigkeiten nicht gesehen hat. Mit dabei: Sophia, die ruppig-souveräne und weise Exfreundin. Es ist eine Reise zwischen Himmel und Hölle, die geprägt ist von der Tollpatschigkeit, mit der sich der Tod begeistert durch die Welt der Lebenden bewegt, und Fragen aufwirft wie: Muss der Tod eigentlich pinkeln? Und wenn ja, wie macht er das? Und es geht um die große Frage, was denn besser ist, „to burn out or to fade away“?
Link zum Buch

[Gemeinsam Lesen] „Straße der Wunder“ von John Irving

gemeinsam lesen

Ins Leben gerufen von Asaviel’s Bücher-Allerlei, wird die Aktion Gemeinsam Lesen mittlerweile von Schlunzenbücher fortgeführt. Ich habe dank der lieben maaraavillosa davon erfahren, die schon eine Weile dabei ist.

IMG_52601. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Seit dem langen Wochenende lese ich „Straße der Wunder“ von John Irving, weil das irgendwie durch meine instagram-Timeline geisterte und ich die Illustration auf dem Cover auch einfach grandios finde. Zudem war es problemlos in der Bibliothek verfügbar, was mich natürlich doppelt freut.

Aktuell bin ich auf Seite 411, weil ich in den letzten zwei Tagen dank des Minijobs nicht wirklich zum Lesen gekommen bin. Wenn man 7 Stunden täglich Bücher kommissionert, mag man abends einfach nur noch die Füße hochlegen und schlafen.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Ganz oben im Übungszelt für junge Akrobatinnen hatte man horizontal an zwei parallel verlaufenden Kanthölzern eine Leiter befestigt.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Es ist irgendwie anders, als einiges was ich sonst so lese. Juan Diegos Vergangenheit und seine Gegenwart verschmelzen im Buch genauso, wie sie das für ihn selbst durch seine Träume tun. Durch die schrittweise „Enthüllung“ der Vergangenheit entsteht eine gewisse Spannung und man möchte einfach weiterlesen, auch wenn eigentlich nichts im Sinne von Pauken und Trompeten passiert. Es ist im Moment die perfekte Frühjahrslektüre für mich.

4. Nutzt du Bibliotheken oder sonstige Ausleih-Service’s?

Bibliothek: JAAAAAAA! Ausleihservices sonstiger Art: Nope, da ich mit dem Kindle als eBook Reader diesbezüglich doch arg eingeschränkt bin. Dabei bietet meine Bibliothek auch einen Leihservice für eBooks an.
Aber die Bibliothek an sich habe ich für mich jetzt absolut wiederentdeckt. Dieses ungehemmte Bücher mitnehmen, verursacht Glücksgefühle und auch wenn ich mal etwas doch nicht lese, habe ich kein Geld dafür ausgegeben und kann es einfach wieder zurückgeben. Sehr nachhaltig für mich.

Was lest ihr gerade so? Lest ihr auch Bibliotheksbücher?

Alles Liebe,
karo

[Wo ich lese] Meine heimische (Lese)oase

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Erfurt trägt den Beinamen „Blumenstadt“ bereits seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts – Kakteenzucht, Blumenfelder und Saatgutgewinnung sind hier Tradition und man sieht es auch in der Stadt an allen Ecken und Enden. 2021 wird hier die BuGa ausgerichtet und bereits jetzt sieht man schon Veränderungen in der Stadt. Und da ich selbst auch so meine Lieblingsecken in der Stadt habe, an denen ich immer gern mit einem Buch, ein Radler trinke oder nebenbei Leute beobachtet, möchte ich euch in den nächsten Wochen immer mal mitnehmen und euch in dieser Reihe zeigen: [Wo ich lese]

Und da ich mir in der letzten Woche – deswegen war es hier auch etwas ruhiger – meine eigene Leseoase geschaffen habe, fangen wir die Lesereise auch hier an. Letzten Samstag kitzelten mich meine sonst eher braunen Daumen. Ich habe es eigentlich nicht mit Pflanzen. Selbst Schnittblumen müssen bei mir nach dem „nur der Stärkste überlebt“ ran. Trotzdem wollte ich es noch einmal mit einem grünen Balkon versuchen. Im letzten Jahr hatten wir noch einen Südbalkon, auf dem man es schon um 11 Uhr kaum noch aushielt; dementsprechen wuchs dort auch nichts. Jetzt schauen wir gen Westen und ich googelte schon mal, was sich da so gut machen könnte. Lavendel sollte es auf jeden Fall sein. Dazu kamen noch Salbei, Minze und Erdbeeren. Also auf in den Baumarkt und losgebuddelt.

In den nächsten Tagen fanden sich dann auch schon immer mal Bienen am Lavendel ein, was mich ungemein glücklich macht. Ein bisschen mehr Natur mit jedem Tag. Aber irgendwie war es immer noch nicht perfekt – eine Oase sollte es werden. Die Lösung kam in Form des Möbelschweden und noch eines Ausflugs in den Baumarkt. Diesmal durften noch ein Lavendel (er war der letzte.. ich konnte ihn doch nicht einfach so zurücklassen) und eine Fuchsie (ein Traum!) mit. Dazu ein Regal und eine Solarlichterkette.

Perfekt könnte man meinen.. Nun kamen aber gestern mehr durch Zufall noch zwei weitere Pflanzen dazu: Zwei Erdbeeren und etwas blühendes Hochstämmiges. Zusätzlich gab es auch noch gläserne Lampenschirme, die ich dann kurzerhand in Blumentöpfe umwandelte. Ich habs ja nicht so mit basteln..

Nun – eine Woche später – kann ich sagen: Herzlich Willkommen in meiner Leseoase!

[Gemeinsam Lesen] „Spinner“ von Benedict Wells

gemeinsam lesen

Ins Leben gerufen von Asaviel’s Bücher-Allerlei, wird die Aktion Gemeinsam Lesen mittlerweile von Schlunzenbücher fortgeführt. Ich habe dank der lieben maaraavillosa davon erfahren, die schon eine Weile dabei ist.

FullSizeRender1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Wer mir auf instagram folgt, weiß, dass ich mir am Freitag „Spinner“ von Benedict Wells aus der Bibliothek  ausgelesen habe und das (parallel noch zu anderen Sachen, weil ich mich nicht entscheiden kann) seitdem lese. Ich bin noch relativ am Anfang – Seite 148 -, weil ich im Moment nach dem Bücherschubs-Minijob oft nicht den Kopf habe noch zu lesen und dort auch keine Bücher mitnehmen darf und daher auch das Lesen an der Bahnhaltestelle wegfällt. Habe mir vorgenommen jetzt in nächster Zeit alles von Wells zu lesen und freue mich sehr drauf.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf schloss ich dann auch die Wohnungstür auf und stellte mir dabei vor, wie sehr sich Frank und Gustav freuen würden, dass ich schon so früh zurück war.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Auf jeden Fall ist es bisher völlig anders als „Vom Ende der Einsamkeit“. Nicht unbedingt sprachlich, denn das ist definitiv super, sondern einfach so vom Inhalt her. Nicht unsympathisch, aber man muss sich halt reinfuchsen. Merkwürdig finde ich, dass die Bibliothek das Buch auf dem Rücken als „Männer“ deklariert hat und ich weiß nicht so recht wieso. Diese Labels „Frauenliteratur“ und „Männerliteratur“ stören mich aber ohnehin, weil gerade bei „Frauenliteratur“ immer irgendwie was abschätziges mitschwingt, oder sehe nur ich das so?

4. Beeinflussen Bücher deinen Alltag?

Natürlich! Ich muss ja zum Beispiel morgens überlegen wie lange ich mit der Bahn fahre und ob ich auf dem Weg eventuell ein Buch auslese. Dann muss ich ein zweites „Notfall-Buch“ einstecken. Man weiß ja nie. Außerdem sind Bücher für mich einfach auch Freizeitgestaltung, wie ich ja schon mal ausführlich geschrieben hatte. Lesen macht glücklich und daher versuche ich das so gut wie möglich in meinen Alltag zu integrieren.

Was lest ihr gerade so? Seid ihr auch so, dass ihr am liebsten alles von einem Autor/einer Autorin lest, wenn euch ein Buch von ihm/ihr super gefallen hat?  

Alles Liebe,
karo