Buch vs. Film. The Fault in Our Stars.

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Immer wieder gibt es Diskussionen, wenn es darum geht, ob nun ein Film oder seine Buchvorlage besser sei. In manchen Fällen ist das sehr berechtigt, in manchen gar nicht :)
In die zweite Kategorie gehört – für mich – die Verfilmung von „The Fault in Our Stars“, die ich mittlerweile sowohl auf deutsch als auch auf englisch im Kino gesehen habe. Das Buch habe ich zum ersten Mal im letzten Jahr gelesen und kurz darauf entdeckt, dass es eine Verfilmung geben wird. Die Aufregung war also groß, zumal ich vor einiger Zeit die Hauptdarsteller Shailene Woodley und Ansel Elgort bereits in „Divergent“ im Kino gesehen hatte.

Zum Buch
Es geht um die Geschichte von Hazel (Shailene Woodley) und Augustus (Ansel Elgort), die sich in einer Selbsthilfegruppe für krebskranke Kinder treffen und verlieben. Ihre Erkrankungen stehen jedoch nicht so im Mittelpunkt, wie man das auf den ersten Blick denken könnte. Vielmehr geht es um die gemeinsame Liebe zu einem Buch und den Wunsch den Autor ebendieses Buches zu treffen. Augustus erfüllt Hazel diesen Wunsch und so steht auch ein Besuch in Amsterdam im Mittelpunkt.
Es geht um zwei Teenager, die aller Widerstände zum Trotz, verliebt sind und versuchen mit ihrer Krankheit umzugehen.
John Green geht an die Thematik nicht nur ernsthaft ran, sondern durchaus humorvoll (u.a. ein Venn-Diagramm mit „17 year old virgins with one leg“ im Mittelpunkt) und genau das macht für mich den Charme des Buches aus. Auf der einen Seite sucht eine Träne den Weg aus dem Auge und bereits einige Sätze später muss man lachen. Alle Charaktere des Buches sind unheimlich gut beschrieben (z.B. der gemeinsame Freund Isaac, der durch den Krebs beide Augen verliert).

Zum Film
Zuerst einmal muss ich herausstellen, dass der Film sehr nah am Buch ist – einige Textstellen wurden 1:1 übernommen und umgesetzt. Es ist klar, dass einige Stellen und Charaktere es nicht in den Film schaffen konnten, da man sonst einen 6-Stunden-Film produzieren müsste. Aber es stört nicht – eher im Gegenteil. Der Fokus ist sehr gut auf die wichtigen Dinge und Aussagen gelegt. Zusammen mit einem unglaublich guten Soundtrack (vor allem Ed Sheerans „All the Stars“ am Ende des Films) wird die Geschichte einfach stimmig. Eine Kleinigkeit, die ich sehr gut gemacht finde, sind die Einblendungen der Textnachrichten, die sich Hazel und Gus schicken. Das sind so Stellen, an denen man sieht, dass sehr viel Herzblut in den Film geflossen ist. Es ist wie im Buch – eine Minute weint man fürchterlich und kurz darauf muss man einfach lachen.
Eine Paraderolle gibt es für Willem Defoe: Als fieser Buchautor Peter van Houten.

Und?
Insgesamt muss ich sagen, dass mir der Film im Originalton einen Ticken besser gefallen hat, da ich prinzipiell kein Fan der Synchronstimmen bin. Hazels Mum klingt auf deutsch unglaublich gequält..
Aber ich liebe diesen Film, auch wenn er mich so zum weinen gebracht hat! Bevor wir zum zweiten Mal im Kino war, äußerte ich todesmutig, dass das zweite Mal bestimmt nicht so schlimm sein kann (Tränenmäßig..) wie das erste Mal..oh was habe ich mich geirrt! Und trotzdem werde ich diesen Film sofort auf DVD kaufen, wenn er erscheint.. (*unschuldig pfeif* auf iTunes habe ich ihn schonmal in HD vorbestellt…)
Gesehen habe ich den Film übrigens zusammen mit der wunderbaren Maaraavillosa. Ihre Rezension könnt ihr hier lesen.

Online habe ich davon gelesen, dass Menschen der Meinung sind, dass Hazel nicht krank genug aussehe. Diesen Kritikern empfehle ich folgendes Video: nights like these

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